Salz, Sonne & schwindelerregender Schönheit: Bolivien ist ein Land, das einem manchmal den Atem raubt – im wahrsten Sinne. Von der endlosen Salar de Uyuni über koloniale Städte wie Sucre bis zur verrückten Energie von La Paz: Hier wechseln Höhe, Klima und Kultur schneller als die Playlist im Bus. Kakao gegen Höhenkopfschmerz, Sonne gegen Sturm, Chaos gegen Charme – Bolivien ist widersprüchlich, faszinierend und unvergesslich.

Uyuni

Tipps für Höhenwanderer & Wüstenabenteurer

Auf über 3.600 Metern liegt Uyuni – staubig, abgelegen und das Tor zu einer der surrealsten Landschaften der Welt. Wer hier ankommt, lässt Komfort hinter sich und taucht ein in ein Abenteuer aus Salz, Wind und Sternenhimmel.

Salar de Uyuni

Salar de Uyuni

Die größte Salzpfanne der Erde ist ein Naturschauspiel der Superlative: 10.000 Quadratkilometer glitzerndes Nichts, so hell, dass selbst Sonnenbrillen kapitulieren. Auf der Isla Incahuasi ragen Kakteen in den Himmel. Typische Perspektivfotos obligatorisch.

Heiße Quellen & kalte Nächte

Nach Tagen voller Staub, Wind und Schwefelduft wird das Bad in den heißen Quellen zur Offenbarung. Morgens auf 5.000 Metern in 35 Grad warmem Wasser zu sitzen, während Flamingos durchs Dampflicht ziehen – das ist Luxus, bolivianisch definiert.

Lagunen & Vulkane

Rot, grün, weiß – Boliviens Lagunen wirken, als hätte jemand die Sättigung überdreht. Die Laguna Colorada, gespickt mit Flamingos, ist das Highlight. Dazwischen dampfen Vulkane und brodeln Geysire, als erinnere die Erde daran, dass sie noch lebt.

Sucre

Tipps für Genießer, Geschichtsfans & Stadtfans

Boliviens „weiße Stadt“ macht ihrem Namen alle Ehre: strahlende Fassaden, koloniale Pracht und ein Lebensrhythmus, der eher fließt als rennt. Nach den staubigen Tagen in Uyuni fühlt sich Sucre an wie Urlaub vom Reisen – süß, sonnig und entspannt.

Bild von Simón Bolivar in Sucre

Altstadtflair & Plaza 25 de Mayo

Das Herz der Stadt schlägt rund um die Plaza: schattige Bäume, Cafés, Studenten, Musiker. Ringsum Kolonialbauten mit schmiedeeisernen Balkonen und blühenden Innenhöfen. Nur hinsetzen – und das bolivianische Stadtleben genießen.

Kaffee, Kuchen & Kolonialstil

Wer durch Sucres Gassen schlendert, landet früher oder später in einem der charmanten Cafés. Schokolade, Kuchen, Mate de Coca – alles erlaubt. Hier darf man endlich mal nichts tun, außer tief durchatmen und die Stadt genießen.

Dinosaurierspuren von Cal Orck’o

Ein kurzer Ausflug vor die Tore Sucres führt zu einer gigantischen Felswand, übersät mit über 10.000 uralten Fußabdrücken. T-Rex, Titanosaurus & Co. haben hier Spuren hinterlassen – ein geologisches Freiluftkino mit Wow-Effekt.

Abstecher zur Silberstadt Potosí

Nur ein paar Stunden entfernt liegt die legendäre Silberstadt auf 4.000 Metern. Früher das „Geldlager Spaniens“, heute ein faszinierender Ort mit Blick in Boliviens Vergangenheit – kontrastreich, eindrucksvoll, nichts für schwache Lungen.

La Paz

Tipps für Höhenliebhaber & Kulturentdecker

3.660 Meter über dem Meer und trotzdem mitten im Leben – La Paz ist keine Stadt, sie ist ein Erlebnis. Zwischen steilen Gassen, bunten Märkten und dunstigen Bergkulissen schlägt Boliviens rebellisches Herz. Atemlosigkeit inklusive!

Hexenmarkt von La Paz

Plaza Murillo & koloniale Pracht

Das historische Zentrum ist der beste Einstieg: Regierungspalast, Kathedrale und koloniale Fassaden erzählen von der bewegten Geschichte der Stadt. Wer durch die Altstadt läuft, spürt sofort das Spannungsfeld zwischen Tradition und Aufbruch.

Teleférico & Stadtpanorama

Die Seilbahn verbindet die Stadtviertel und bietet spektakuläre Ausblicke. Oben schwebt man über Ziegeldächer, unten tost der Verkehr. La Paz aus der Vogelperspektive ist atemberaubend - buchstäblich.

Tiahuanaco – Boliviens uralte Hochkultur

Rund 70 Kilometer westlich von La Paz liegt eine der wichtigsten archäologischen Stätten Südamerikas. Tempel, Monolithen und das berühmte Sonnentor erzählen von einer Zivilisation, die lange vor den Inka existierte – mystisch, monumental, beeindruckend.

Mercado de Hechicería – der Hexenmarkt

Zwischen Souvenirs und Lamaprodukten entdeckt man hier das Ungewöhnliche: getrocknete Lama-Föten, Amulette und Kräuter für Opfergaben an Pachamama. Ein faszinierender Ort zwischen Aberglaube, Glaube und Geschäftssinn – und ein echter Kulturschock für westliche Augen.

Valle de la Luna – Mondpaziergang

Nur wenige Kilometer vom Zentrum entfernt liegt eine bizarre Felsenlandschaft aus Sand und Lehm, vom Wind zu Türmen und Kratern geformt. Kurz, staubig, eindrucksvoll – ein Abstecher, der seinem Namen gerecht wird.

Copacabana

Tipps für Höhenluft & Hängemattenmodus

Copacabana am Titikakasee ist Boliviens charmantestes Höhenluft-Experiment. Wer hier ankommt, spürt zwei Dinge sofort: den Wind im Gesicht und die fehlenden Sauerstoffmoleküle.

Bucht von Copacabana in Bolivien

Cerro Calvario – Wahnsinnsausblick

Der Weg nach oben ist kurz, aber gemein. Auf 3.966 Metern wird jeder Schritt zum Abenteuer. Doch oben wartet das große Kino: tiefblauer See, schneebedeckte Anden, dazu Pilger, die ihre Miniaturautos und Plastikschafe segnen lassen – für Glück, Geld oder einfach bessere Laune. 

Stadt & See – Entschleunigung pur

Copacabana ist das Gegenteil von Stress: ein paar Straßen, viele Hostels, noch mehr Pancake-Cafés. Hier trifft man Hippies mit Panflöten, Verkäuferinnen mit Alpakamützen und Reisende, die „nur kurz bleiben“ – und eine Woche später immer noch am Ufer sitzen. 

Isla del Sol

Tipps für Sonnenwanderer & Mythengläubige

Mit dem Boot über den Titikakasee, und plötzlich steht man an einem Ort, der sich wie das Ende – oder der Anfang – der Welt anfühlt. Die Insel der Sonne ist das spirituelle Herz der Anden.

Isla del Sol

Nord–Süd-Wanderung – Inka-Cardio mit Aussicht

Der beliebteste Weg führt einmal über die Insel: von Chinkana im Norden nach Yumani im Süden. Klingt easy, ist aber eher ein Höhen-Intervalltraining. Die Belohnung? Panoramen, die aussehen, als hätte Photoshop Urlaub.

Inselküche – Geduld zahlt sich aus

Forelle ist hier Nationalsport. Die Wartezeit? Episch. Eine Stunde für Suppe, eine weitere fürs Hauptgericht. Aber das Ergebnis ist göttlich – frisch, saftig, direkt aus dem See. Wer nicht warten mag, sollte Snacks dabeihaben.

Ruinen & Geschichten – Steine mit Legende

Die Überreste von Chinkana und Pilku Kaina sind keine Pyramiden, aber mit den Mythen, die Einheimische erzählen, werden sie plötzlich lebendig. Hier, so heißt es, begann die Sonne zu scheinen – und die Inka-Geschichte zu leuchten. 

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Bolivien, du schlauchst und belohnst!

Bolivien war ein Ritt durch Extreme – staubig, bunt, laut, wunderschön. Ein Land, das nicht immer einfach, aber immer echt ist. 

Nach Salzpfanne, Höhenluft und Sonneninsel geht’s jetzt weiter ins Land der Lamas, Tempel und Terrassen: Peru wartet.