Tiere, Tölpel & tropische Träume: 1000 Kilometer vor der ecuadorianischen Küste liegen die Inseln, auf denen Tiere das Sagen haben. Seelöwen belegen Parkbänke, Blaufußtölpel tanzen Balztänze, Schildkröten stapfen gemächlich durchs Gras. Wer hier landet, steht mitten in Darwins Labor – nur mit Schnorchel und Sonnencreme statt Mikroskop.
Ein Highlight jagt das Nächste
In der Regel gibt es zwei Wege, die Inseln zu erkunden: per Kreuzfahrt, bei der man mehrere Inseln in wenigen Tagen besucht, oder per Inselhopping, bei dem man auf Santa Cruz, Isabela oder San Cristóbal übernachtet und Tagesausflüge unternimmt. Beides hat seinen Reiz – Kreuzfahrten bieten mehr Abgeschiedenheit, Inselhopping mehr Freiheit.
Seelöwen-Party in San Cristóbal
Am Hafen von San Cristóbal beginnt das Abenteuer: Seelöwen liegen überall – auf Bänken, Stegen, sogar auf den Booten. In der Punta Carola-Bucht schwimmen Mensch und Tier Seite an Seite. Tipp: Kamera bereithalten, aber Respektabstand wahren.
Schnorcheln mit Meeresschildkröten (La Lobería, San Cristóbal)
Hier zeigt sich Galápagos von seiner sanften Seite. Im türkisfarbenen Wasser gleiten Grüne Meeresschildkröten mit etwas Glück neben einem vorbei – unbeeindruckt. Ein Moment, in dem selbst Tauchanfänger still werden.
Postamt ohne Adresse (Floreana)
Seit 1793 funktioniert in der Post Office Bay das kurioseste Postsystem der Welt: Briefe rein, andere raus – persönlich zugestellt von Reisenden. Eine charmante Tradition, die sich bis heute hält. Vielleicht bringt ja jemand deine Karte nach Hause.
Schnorcheln mit Seelöwen – Spiel & Spannung
Mit etwas Glück wird der Sprung ins Wasser zum Erlebnis: Neugierige Seelöwen wirbeln vorbei, drehen Pirouetten und jagen Luftblasen. Ihr Spiel ist wild, elegant und ansteckend – manchmal kommen sie so nah, dass man unwillkürlich den Atem anhält. Ein kurzer Moment, der lange bleibt.
Vulkanpfade & Lavatunnel (Isabela)
Eine Wanderung auf den Sierra Negra, einen der größten Krater der Welt, zeigt Galápagos in seiner rohesten Form: endlose Lavafelder, schwefelgelbe Risse, Rauchfahnen am Horizont. Danach: Abstieg in erkaltete Tunnel – die Erdgeschichte zum Durchlaufen.
Blaufußtölpel & Albatrosse auf Española
An der Punta Suárez wird’s spektakulär: Blaufußtölpel watscheln durch die Lavafelder, Galápagos-Albatrosse starten holprig in die Lüfte – ein Schauspiel zwischen Slapstick und Eleganz. Dazwischen sonnen sich rot-schwarze Meerechsen, die aussehen wie Mini-Dinosaurier.
Gischtgeysir & Bilderbuchstrand (Española)
Am Blowhole schießt der Pazifik meterhoch in die Luft – die Natur als Animateur. Danach: Gardner Bay, einer der schönsten Strände des Archipels. Weißer Sand, türkisblaues Meer – und Seelöwen, die hier den Ton angeben.
Flamingos & Lavatunnel (Floreana)
In der nahegelegenen Lagune stelzen rosafarbene Flamingos durchs Wasser, majestätisch wie Models in Slow Motion. Weniger elegant, aber spannend: ein Abstieg in dunkle Lava-Tunnel, die sich wie natürliche Kathedralen unter der Erde winden.
Riesenschildkröten hautnah (Isabela & Santa Cruz)
In der Aufzuchtstation von Isabela beginnt das Leben der Giganten – winzig geboren, jahrzehntelang wachsend. Im El Chato-Reservat auf Santa Cruz stapfen die 250-Kilo-Kolosse dann frei durchs Hochland. Langsam, majestätisch, uralt – das Sinnbild von Galápagos.
Tortuga Bay – paradiesisch (Santa Cruz)
Der Weg ist weit, die Belohnung riesig: weißer Sand, grünes Meer, einsame Stille. Mit Glück schwimmen Meeresechsen vorbei – oder kleine Haie in der Lagune. Nur Quallen verderben manchmal den Spaß, also lieber schauen als planschen.
Galápagos, du Wunderbare!
Nach Tagen voller Schildkröten, Tölpel, Seelöwen und Sonnenbrand bleibt nur eins: Staunen. Galápagos ist kein Reiseziel, sondern ein Zustand – ein Ort, an dem Zeit und Eitelkeit keine Rolle spielen. Die Tiere leben hier, wir dürfen nur kurz zu Gast sein. Und das ist auch gut so.
Gleich weite mit Kolumbien!
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