Zwischen Wind, Weite & Wunder: Von den grünen Hängen Villarricas über die Seenroute bei San Martín und Bariloche bis zu den Gletschern von El Calafate und den Granittürmen des Torres del Paine – Patagonien ist ein Landstrich wie kein anderer. Wild, windgepeitscht, grenzenlos schön. Hier tanzt das Wetter im Stundentakt, der Horizont scheint kein Ende zu kennen, und jeder Tag bringt neue Farben, neue Formen, neue Geschichten. Zwischen Zelten, Gauchos, Gletschereis und Pinguinen zeigt sich der Süden Südamerikas von seiner eindrucksvollsten Seite: rau, echt, majestätisch.

Villarrica

Tipps zwischen Vulkanblick & Hüttenromantik

Villarrica – im Süden Chiles – liegt malerisch am gleichnamigen See, überragt vom schneebedeckten Vulkan. Ein Ort, der Ruhe ausstrahlt und doch von Abenteuer erzählt. Alpenflair trifft hier auf südamerikanische Gelassenheit.

Vulkan in Villarica

Panorama pur mit Postkartenmotiv deluxe

Am Ufer spazieren, den Rauch über dem Krater beobachten und das Spiegelbild des Vulkans im See bewundern – Villarrica liefert Panorama pur. Besonders bei Sonnenuntergang wirkt die Szenerie wie gemalt. 

Deutsche Spuren im Süden

Fachwerk, Bäckereien, Apfelkuchen: In Villarrica ist die deutsche Einwanderung deutlich spürbar. Zwischen chilenischem Alltag und Alpen-Charme entsteht ein Mix, der überrascht – und wunderbar funktioniert. Ein Stück Mitteleuropa am Rand der Anden.

Vulkanaufstieg – Adrenalin auf 2.800m

Der gleichnamige Vulkan ist nicht nur Fotomotiv, sondern auch Herausforderung. Mit Helm, Pickel und Guide geht’s im Morgengrauen los: vorbei an Schneefeldern, Lavafelsen und Schwefelduft bis zum dampfenden Kraterrand.

San Martín

Must-Sees zwischen Zelt, Sattel & Seenroute

San Martín de los Andes – das nördliche Tor Patagoniens – liegt eingebettet zwischen Bergen, Wäldern und dem Lago Lácar. Ein Paradies für Outdoorfans, Pferdeliebhaber und alle, die Natur gern mit einer Portion Chaos erleben.

Seen in San Marín de los Andes

Gaucho-Abenteuer im Sattel

Auf einer Ranch vor der Stadt wird Western-Romantik lebendig: Pferd satteln, Poncho werfen, Bach durchqueren. Und ab geht’s durch Wald und Berg – echtes Patagonien auf vier Hufen.

Siete Lagos – Wandern mit Aussicht

Die berühmte Route der Sieben Seen führt durch den Parque Nacional Lanín, vorbei an klaren Gewässern, Araukarien und Andenblicken. Zahlreiche Trails starten direkt bei San Martín – perfekt für Tageswanderungen mit garantiertem „Wow“-Moment.

Bariloche

Tipps für Gipfelstürmer & Nachtschwärmer

Am Ufer des türkisblauen Lago Nahuel Huapi gelegen, schmiegt sich Bariloche an die Ausläufer der Anden. Ob Wandern, Reiten oder Feiern: Hier trifft Alpenflair auf argentinische Lebenslust.

Lago Nahuel Huapi

Cerro López

Der Klassiker unter den Wanderungen rund um Bariloche. Der Aufstieg fordert Kondition, belohnt aber mit Blicken, die jedes Selfie-Format sprengen. Im Refugio auf halber Höhe gibt’s Kaffee und Kuchen.

Nachts im Boliche

Tagsüber Wanderparadies, nachts Partyhochburg. Zwischen Rum-Cola, lauter Musik und müden Beinen zeigt Bariloche seine zweite Seite. Wer noch Energie hat, feiert hier bis Sonnenaufgang – Andenromantik trifft Diskokugel.

Colonia Suiza

Ein Abstecher ins kleine Dorf lohnt sich: Holzfassaden, Handwerksmarkt, deftige Küche. Deutsche Kuchenrezepte treffen auf argentinische Preise, aber der Mix aus Bergluft und Bratenduft macht’s wett.

El Calafate

Erlebnisse zwischen Eis, Wind & Whiskygläsern

Am Rand der patagonischen Steppe liegt El Calafate – klein, windgepeitscht und berühmt als Tor zum Eis. Die Stadt ist Ausgangspunkt zum Perito-Moreno-Gletscher, einem der letzten Gletscher der Welt, der noch wächst. 

Perrito Moreno Gletscher

Perito Moreno – der Gigant, der lebt

Etwa 80 Kilometer westlich von El Calafate ragt er auf: ein 30 Kilometer langer Eisriese, der täglich zwei Meter vorwärtsdrückt und unter lautem Donner Stücke in den Lago Argentino kalben lässt. Auf den Stegen der Nordseite kann man stundenlang zusehen, wie das Eis kracht, bricht und in der Sonne glitzert – ein Schauspiel, das nie langweilig wird.

Gletscherwanderung mit Stil

Mit dem Boot zur Südseite, Steigeisen an – und los im Pinguin-Gang. Zwischen Spalten, türkisblauen Höhlen und knirschendem Eis fühlt man sich wie auf einem anderen Planeten. Das Highlight: ein Schluck Whisky mit frischem Gletschereis, stilecht mit Eispickel serviert. Verrückt, absurd, unvergesslich.

Torres del Paine

Highlights zwischen Granittürmen & Gegenwind

Puerto Natales – das Tor zum Torres-del-Paine-Nationalpark – wirkt wie ein Außenposten am Rand der Zivilisation: windgepeitscht, blechgedeckt, charmant schräg. Doch wer hier landet, sieht eines der Naturwunder Südamerikas.

Torres del Paine

Die Torres – Naturdrama aus Stein

Drei gewaltige Granittürme ragen bis zu 3.000 Meter in den Himmel und leuchten je nach Licht in Grau, Rosa oder Blau – spektakulärer geht’s kaum. Ob auf einem Tagesausflug oder mehrtägigen Trek: der Moment, wenn die Torres aus dem Nebel auftauchen, bleibt unvergesslich.

Tierbegegnungen & Trailgefühl

Zwischen Steppe und Fels trifft man auf Guanacos, Kondore und mit Glück einen Andenfuchs. Die Wege führen durch karge Täler, vorbei an türkisblauen Seen und donnernden Wasserfällen – Natur pur, begleitet vom allgegenwärtigen Wind, der hier fast zum Maskottchen gehört.

Punta Arenas

Tipps zwischen Geschichte, Wind & Pinguinen

Am Ufer der Magellanstraße gelegen, markiert Punta Arenas den letzten großen Außenposten Südchiles. Hier treffen Seefahrt, Kolonialvergangenheit und Tierwelt aufeinander, und alles scheint ein bisschen näher am Ende der Welt.

Magellanstraße

1520 segelte Ferdinand Magellan hier entlang, auf der Suche nach dem Weg in den Pazifik. Heute kreuzen statt Karavellen Ausflugsboote, doch die Faszination bleibt. Vom Ufer aus sieht man, wie die Strömungen toben und der Wind an der Kleidung zerrt – Patagonien pur.

Pinguine auf Magdalena Island

Ein Bootstrip führt zur Isla Magdalena, Heimat tausender Magellan-Pinguine. Im Sturm stehen sie dort stoisch in der Landschaft, unbeirrt vom Wetter. Zwischen ihren Rufen und dem Pfeifen des Windes versteht man, warum dieser Ort so einzigartig ist: rau, ehrlich, wunderschön.

Museen & Mahnmale

Wer mehr über die Region erfahren will, besucht das Museo Regional de Magallanes oder das Museo Salesiano. Beide erzählen vom Leben der indigenen Völker wie den Selk’nam und Yaghan – und vom düsteren Kapitel ihrer Auslöschung. Geschichtlich schwer, aber wichtig.

Ushuaia

Tipps für Entdecker & Weltende-Romantiker

Zwischen schneebedeckten Anden und dem Beagle-Kanal liegt Ushuaia – die südlichste Stadt der Welt. Hier endet die Straße, beginnt das Abenteuer – und der Wind erzählt Geschichten von Entdeckern, Ausbrechern und Antarktis-Pionieren.

Ushuaia

Beagle-Kanal – Naturkino auf hoher See

Mit dem Boot vorbei an Seelöwen, Kormoranen und Pinguinen – und über allem das dramatische Licht Patagoniens. Mal Sonne, mal Sturm, immer spektakulär. Wer Glück hat, sieht den berühmten Leuchtturm „Les Eclaireurs“.

Museo Marítimo y del Presidio

Im alten Gefängnis erzählen Zellen und Ausstellungsräume von Ushuaias Vergangenheit als Strafkolonie. Nebenan: maritime Exponate, Polargeschichten & Expeditionsträume – ein spannender Mix aus Kälte, Mut und Wahnsinn.

Nationalpark Tierra del Fuego – Patagonien pur

Nur wenige Kilometer von der Stadt entfernt beginnt der südlichste Nationalpark Argentiniens. Dichte Wälder, stille Buchten, Holzstege und Wanderwege bis ans Meer – wer hier spaziert, versteht, warum Ushuaia mehr ist als nur ein Punkt auf der Karte.

Glaciar Martial – wandern mit Weitblick

Ein kurzer, aber lohnender Anstieg führt vom Stadtrand hinauf zum kleinen Gletscher über Ushuaia. Oben wartet ein Panoramablick auf Stadt, Kanal und Berge – perfekt für alle, die ohne große Touren echtes Andenfeeling wollen.

Ende-der-Welt-Zug: Nostalgie auf Schienen

Der „Tren del Fin del Mundo“ folgt der Route, die einst Häftlinge für Holztransporte nutzten. Heute tuckert er gemächlich durch Wälder und Täler – mit Audioguide und Andenpanorama. Touristischer Klassiker, aber charmant.

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Patagonien, du Lebensgefühl!

Patagonien ist kein Reiseziel, sondern ein Gefühl – zwischen Staunen und Durchpusten, Abenteuer und Ankommen. Wer einmal hier war, nimmt den Wind im Ohr und die Weite im Kopf mit. 

Doch jetzt ruft das Kontrastprogramm. Weiter mit Bolivien!