Von den Inseln des Titikakasees über die weißen Mauern Arequipas bis zu den Tempeln von Trujillo – Peru ist ein Land der Extreme: Wüste, Dschungel, Hochland und Geschichte auf jedem Meter. Zwischen Lamas und Lehmziegeln, Inka-Pfaden und Streetfood-Ständen entdeckt man ein Land, das mit jedem Schritt bunter wird. 

Titikakasee

Must Do's: Sonneninsel & Höhenluft

Zwischen Peru und Bolivien liegt das blaue Herz der Anden – der Titikakasee. Auf über 3.800 Metern Höhe wirkt er wie ein Meer im Himmel: still, endlos und atemberaubend schön.

Titikakasee

Puno – Hafenstadt mit Höhenluft

Auf der peruanischen Seite liegt Puno, quirlig, laut und sympathisch chaotisch. Vom Aussichtspunkt Cerro Huajsapata reicht der Blick bis nach Bolivien. Wer mag, unternimmt eine Bootstour über den See – am besten bei Sonnenuntergang, wenn das Wasser in Gold und Rosa glüht.

Isla del Sol – Mythos mitten im Blau

Auf bolivianischer Seite lockt die Insel der Sonne: Inka-Legenden, steile Pfade und Ausblicke, die sprachlos machen. Wer die Nord-Süd-Wanderung schafft, wird mit Sonne, Stille und vielleicht der schönsten Forelle seines Lebens belohnt.

Islas Uros – Leben auf schwimmendem Schilf

Vor der Küste Puntes liegen die Uros-Inseln, kleine schwimmende Dörfer aus Totora-Schilf. Alles hier schwimmt: Häuser, Boote, sogar der Boden. Besucher bekommen Einblicke in Bauweise und Alltag – spannend, wenn auch ein bisschen touristisch.

Arequipa

Reisetipps: weiße Mauern & tiefe Schluchten

Eingerahmt von drei schlafenden Vulkanen, leuchtet Arequipa in hellem Sillar-Gestein – elegant, lebendig und charmant chaotisch. Tagsüber Kolonialkulisse, abends Barviertel mit Aussicht auf den Misti – Peru von seiner entspanntesten Seite.

Colca Canyon

Colca Canyon – Wandern am Rand der Welt

Vier Uhr morgens, kalter Atem, dünne Luft – und dann dieses Panorama: der Colca Canyon, doppelt so tief wie der Grand Canyon. Kondore gleiten über die Schlucht, während man sich Schritt für Schritt nach unten arbeitet – und später wieder hinauf. 

Kloster Santa Catalina – Stadt in der Stadt

Hinter hohen Mauern verbirgt sich ein farbenfrohes Labyrinth aus Gassen, Innenhöfen und Gebetsräumen. Einst lebten hier Nonnen aus wohlhabenden Familien in erstaunlichem Komfort – heute ist Santa Catalina ein Ort der Ruhe, Geschichte und spektakulärer Fotomotive.

Museo Santuarios Andinos – mit „Juanita“

Im Stadtzentrum liegt eines der eindrücklichsten Museen Südamerikas. Hier ruht „Juanita“, das über 500 Jahre alte Inka-Mädchen, das einst auf dem Vulkan Ampato geopfert wurde. Haut, Haare, Kleidung – alles erhalten. Ein stiller Moment zwischen Faszination und Gänsehaut.

Nazca

Reisetipps: Linien, Legenden & Perspektiven

Mitten in der peruanischen Wüste liegt Nazca, ein unscheinbares Städtchen mit einem der größten Rätsel der Menschheit. Kaum Regen, viel Staub – und doch ein Ort voller Magie, Geschichte und ein bisschen Science-Fiction-Feeling.

Nazca Linien

Nazca-Linien – Kunstwerk oder Kodex?

Über 800 Linien, 3.000 Formen, 70 Tierfiguren – und kein Mensch weiß genau, warum. Der Kondor, der Affe, der Kolibri: riesige Zeichnungen im Wüstensand, die man nur aus der Luft erkennt. Die Theorien reichen von Kalender bis Alien-Landeplatz.

Museo Maria Reiche

Die deutsche Mathematikerin Maria Reiche machte Nazca zu ihrer Lebensaufgabe. Jahrzehntelang kartierte, schützte und erforschte sie die Figuren – praktisch im Alleingang. Ihr kleines Museum am Stadtrand zeigt Notizen, Karten und Werkzeuge.

Flug über die Linien – Nervenkitzel garantiert

Im kleinen Propellerflugzeug geht’s im Zickzack über die Wüste. Jede Kurve enthüllt neue Figuren, jeder Blick aus dem Fenster mehr Staunen. Tipp: frühmorgens fliegen, wenn der Himmel klar ist und die Sonne die Linien zum Leuchten bringt.

Lima

Tops: Geschichte, Genuss & Großstadtchaos

Lima – laut, chaotisch, faszinierend. Über zehn Millionen Menschen leben hier zwischen kolonialer Pracht, moderner Skyline und endlosen Vororten. Wer durch die Hauptstadt streift, bekommt Perus ganze Vielfalt in einem Tag serviert.

Lima

Plaza de Armas & Altstadtflair

Das historische Zentrum glänzt mit Kathedralen, Palästen und jeder Menge Geschichte. In der Kathedrale ruhen die Gebeine von Eroberer Francisco Pizarro, und an der Plaza San Martín trägt die Nationalmutter dank Übersetzungsfehler ein Lama auf dem Kopf. 

Huaca Pucllana & Museo Larco – Lima vor Lima

Zwischen Hochhäusern ragt eine uralte Lehmziegelpyramide auf – Relikt der Lima-Kultur, lange vor den Inka. Wer tiefer eintauchen will, besucht das Museo Larco mit prachtvoller präkolumbischer Kunst. Geschichte zum Anfassen!

Miraflores – Klippen, Küste & Ceviche

Das moderne Lima zeigt sich am Meer: Paraglider über den Klippen, Jogger auf der Promenade, Sonnenuntergang über dem Pazifik. Hier schmeckt das Leben nach Ceviche und Pisco Sour – frisch, scharf und ein bisschen süchtig machend.

Parque de la Reserva – Wasser & Lebensfreude

Nachts tanzt die Stadt im Licht der Fontänen: Im „Parque de las Aguas“ leuchten Wasserbögen in allen Farben, Kinder kreischen, Paare posieren, Touristen werden nass – und alle lachen. Lima kann auch leichtfüßig.

Trujillo

Sehenswertes: Tempel, Tattoos & Totora-Boote

Bunte Kolonialhäuser, lebensfrohe Plaza, uralte Kulturen – Trujillo ist Perus Geschichtsbuch in Farbe. Kaum eine Region zeigt so deutlich, dass die Inka längst nicht die ersten waren, die Großes bauten. Hier reiht sich eine Ruine an die nächste.

Tempelbild in Trujillo

Huacas del Sol y de la Luna

Die Tempel der Moche sind archäologische Schwergewichte. In der Huaca de la Luna sieht man Fresken, die nach 1.500 Jahren noch leuchten – Krieger, Dämonen, Götter in Rot und Ocker. Ihr größerer Bruder, die Huaca del Sol, liegt noch halb im Sand, aber allein ihre Dimensionen beeindrucken. 

El Brujo & die Señora de Car

Etwa 60 Kilometer nördlich von Trujillo liegt der Komplex El Brujo, Fundort einer einzigartigen Mumie: der Señora de Cao. Sie war Priesterin, Herrscherin – und tätowiert. Ihre filigranen Muster an Armen und Händen zeigen, dass Stärke und Schönheit hier schon früh Hand in Hand gingen.

Chan Chan – Stadt aus Lehm und Legenden

Einst Hauptstadt des Chimú-Reiches, war Chan Chan mit 60.000 Einwohnern die größte Lehmstadt Amerikas. Heute gleicht sie einem stillen Labyrinth aus Mauern, Mustern und Mythen. Zwischen Reliefs von Fischen und Wellen spürt man noch den Geist eines Volkes, das das Meer verehrte.

Huanchaco – Wellen, Boote & Bier

Nach so viel Vergangenheit lockt Gegenwart: Huanchaco, der kleine Küstenort mit Charme. Fischer reiten noch heute auf ihren Schilfbooten, den Caballitos de Totora, über die Wellen. Dazu ein kaltes Bier und jede Menge Sonne im Gesicht.

Máncora

Tipps für Sonne, Strand & spontane Partynächte

Fast an der Grenze zu Ecuador liegt Máncora, Perus entspannter Gegenentwurf zu allem, was vorher anstrengend war. Sonne, Sand, Surfer! Wer’s bis hierher geschafft hat, darf sich offiziell im Reise-Erholungsmodus anmelden.

Strand von Máncora

Strände & Sonne – endlich Meer satt

Los Órganos, Vichayito oder Punta Sal: endlose Strände, warme Wellen, Sonne pur. Dazu frische Ceviche, Obst vom Straßenrand und Pelikane im Chill-Modus – das perfekte Südamerika-Sommerfeeling.

Nachtleben & Leichtigkeit – bis zum Sonnenaufgang

Abends wird’s laut: Strandbars, Reggaeton, Cocktails im Sand. Máncora feiert barfuß und ohne Uhrzeit – zwischen Salsa, Sternenhimmel und Pazifikrauschen.

Cusco & Machu Picchu

Geschichte, Gassen, Gipfel

Einst Hauptstadt der Inka, heute das Juwel der Anden: Cusco vereint Geschichte, Kultur und Abenteuer – und ist das Tor zum Heiligen Tal und Machu Picchu.

Machu Picchu im Morgengrauen

Cusco – Hauptstadt der Inka

Cusco war einst der „Nabel der Welt“ und ist bis heute voller Energie. Zwischen Kolonialbauten und Inka-Steinen verschmilzt Altes mit Neuem. Die Plaza de Armas, prachtvolle Kirchen und gemütliche Cafés machen die Stadt zum idealen Ort, um in die Anden einzutauchen.

Heiliges Tal – Märkte & Mauern im Grünen

Von Pisac bis Ollantaytambo reihen sich Terrassen, Ruinen und bunte Märkte aneinander. Überall duftet es nach frisch gebackenem Brot und gegrilltem Mais, Händler preisen Textilien an, und über allem liegt das Licht der Anden – klar, warm, magisch.

Machu Picchu – das Wunder im Nebel

Zwischen Himmel und Urwald ruht die „verlorene Stadt der Inka“. Terrassen, Tempel und Stille verschmelzen zu einem Ort, der mehr ist als ein Reiseziel – ein Gefühl. Frühmorgens im Dunst wirkt alles unwirklich schön, fast heilig.

Altstadt & Märkte – Cuscos bunte Seele

Rund um die Plaza de Armas trifft Kolonialarchitektur auf Andenklänge. Auf dem Mercado de San Pedro türmen sich Früchte, Stoffe und Heilkräuter – eine Explosion aus Farbe, Duft und Leben. Cusco ist keine Stadt, die man besichtigt, sondern eine, die man spürt.

Inka Trail – vier Tage Geschichte & Gänsehaut

Wer ihn läuft, vergisst ihn nie: 42 Kilometer über alte Steinpfade, vorbei an Wolkenwäldern und Ruinen. Die Luft wird dünn, die Beine schwer – doch am Ende, wenn sich beim Sonnentor der Blick auf Machu Picchu öffnet, ist alles vergessen. Ein Moment für die Ewigkeit.

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Peru, du Magisches.

Von den schwimmenden Inseln des Titikakasees über die weißen Mauern Arequipas bis zu den Nebeln von Machu Picchu – Peru ist Geschichte zum Anfassen und Abenteuer zum Durchatmen. Hier trifft Inka-Erbe auf Streetfood, Wüste auf Dschungel, und jede Busfahrt ist ein Stück Zeitreise mit Aussicht.

Schnell weiter nach Ecuador!